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Alles was Sie über Wespennester wissen müssen

Wespen bauen ihre Nester meistens an der sonnigen Süd-Seite. Beim Nestbau bevorzugen Wespen Kunststofffassaden oder Holzhäuser, da dieses Material relativ einfach zu bearbeiten ist, um dort ein Nest zu platzieren. Es kommt vor, dass in der Fassade nur ein kleines Loch zu sehen ist und sich das eigentliche Nest erst einige Meter hinter der Mauer befindet. Beton- oder gemauerte Häuser werden von Wespen eher gemieden. Allerdings ist dies keine Garantie für eine Nester freie Zone. Generell gilt: Wespen kommen überall hin.

 

Sobald es im Herbst kälter wird sterben alle Wespen, bis auf die Königinnen. Sie verkriechen sich in ihrem Nest möglichst weit hinten, da es dort im Winter nicht zu kalt wird. Im Frühling beginnt ein neuer Zyklus; ein neues Nest wird gebaut und Eier werden darin abgelegt. Daraus schlüpfen Arbeiterinnen, die der Königin bei der Vergrößerung des Nestes helfen. Sobald es genug Arbeiterinnen gibt, konzentriert sich die Königin nur mehr auf ihre Brut. Im Spätsommer bzw. Spätherbst kann die Population eines Wespennestes über tausende Wespen betragen.

 

Spannende Fakten zu Wespennestern

  • Größe

Wespennester sind in ihrer Größe nicht limitiert, sofern genug Platz und Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Es kommt nicht selten vor, dass Nester so groß wie Fußbälle oder Medizinbälle werden. Im Durchschnitt entdeckt man sie, wenn sie ungefähr so groß wie ein Handball sind.

 

 

  • Wo

Wespen passen ihre Bauweise an die Gegebenheiten an. Wo sie Platz finden beginnen sie zu bauen und orientieren sich in die Richtung, die ihnen am wenigsten Widerstand bietet. Das kann sowohl an einer Fassade entlang, unter Dachrinnen oder in eine Hausmauer hinein sein. Wenn das Material von ihnen bearbeitet bzw. herausgebrochen werden kann, werden kleine Löcher schnell verbreitert.

 

  • Form

Ein Wespennest muss nicht immer rund oder traubenförmig sein und außen an einer Fassade hängen. Es kann auch nur 2-3cm hoch und dafür 3m lang sein! Auch ellipsen- oder tellerförmige Nester kommen vor.

 

  • Selbst bekämpfen

Als Faustregel gilt: alles was maximal die Größe eines Hühnereies hat kann selbst bekämpft werden, indem man mit einem Schlauch oder Spray alle Wespen daraus vertreibt bzw. abtötet und es anschließend entsorgt. Spätestens ab der Größe eines Tennisballs sollte unbedingt professionelle Hilfe angefordert werden.

 

  • Vorkehrungen gegen Wespennester

Es gibt kaum gezielte Vorkehrungen, die man zur Wespenbekämpfung oder dem Bau von Nestern treffen kann.  Die Tiere werden besonders von harzigem Holz angelockt, was oft vorkommt, wenn beispielsweise Dachstühle neu ausgebaut werden.

 

  • Wespinator

Das Revierverhalten von Wespen macht sich der sogenannte Wespinator zu Nutze. Dabei handelt es sich um eine Art Stoffsack, der aussieht wie ein Wespennest und an verschiedensten Stellen aufgehängt werden kann, um Wespen von dort fern zu halten. Sie würden dieses Areal meiden, da dort bereits ein Nest besteht und sie ungern in Konflikt mit anderen Kolonien treten möchten.

 

Professionelle Wespenbekämpfung

Profis bekämpfen Wespennester indem sie Flüssigkeiten hinein spritzen oder sie einstauben. So wird garantiert, dass jede Wespe des Nestes früher oder später mit dem Gift in Berührung kommt.

 

Fachkräfte können Wespennester auch umsiedeln. Versetzungen werden allerdings eher bei Hornissennestern vorgenommen, da diese auf der roten Liste stehen und nicht bekämpft werden dürfen.

 

Wespen als Nützlinge

Obwohl Wespen bei uns einen schlechten Ruf besitzen (vor allem die heimische Deutsche und Gemeine Wespenart), da sie sich gerne auf unsere Süßspeisen setzen und anders als die Biene schneller bereit sind ihren Stachel einzusetzen und öfter stechen können, sind sie jedoch nicht unnütz und ebenfalls schützenswert. Sie bestäuben Blütenpflanzen und sind keine Vegetarier, also immer auch auf der Jagd nach kleineren Insekten, die sie ihrem Nachwuchs als Nahrung bieten.

 

Leistungen von Attensam zur Wespenbekämpfung